Das Inklusionshotel Haus Sösetal

Das ehemalige „Harzsanatorium für Blinde und Sehbehinderte“ war 40 Jahre lang ein integraler Bestandteil des Lebens in Osterode am Harz. Es liegt idyllisch im Wald, am Ausfluss der Sösetalsperre, unmittelbar am Wanderwegenetz des Naturschutzgebietes Harz, wo öffentlicher Autoverkehr verboten ist. Kein anderes Haus in ganz Deutschland bot sehgeschädigten Menschen vergleichbar gute Möglichkeiten, sich selbstständig und gefahrlos entsprechend ihren persönlichen Bedürfnissen in der freien Natur zu bewegen. Nach der erheblichen Kürzung des Landesblindengeldes in Niedersachsen musste der Blindenverband (BVN) sein „Harzsanatorium“ schließen. Dieser Verlust wird seither von den früheren Gästen und Mitarbeitern sowie besonders auch in der Region sehr beklagt.

Glücklicherweise ist heutzutage auch im Tourismus die Zeit vorbei, in der besondere Einrichtungen für spezielle Behindertengruppen geschaffen wurden. Zeitgemäß und zukunftweisend ist es vielmehr, die Möglichkeiten behinderter Gäste von vornherein mit zu bedenken. Sehr viele Urlaubs-, Erholungs-, Gesundheits- und sogar Sportangebote können nämlich von allen daran interessierten Menschen genutzt werden, Wenn rechtzeitig auf die Vermeidung oder Verminderung entsprechender Barrieren geachtet wird.
Seit 2011 gibt es eine Initiative von sehgeschädigten und sehenden Privatleuten zur Wiederbelebung des Hauses in Osterode. Inzwischen hat dieser gemeinnützige Förderverein ein Team von Fachleuten gewonnen und ein zukunftsfähiges Neukonzept erarbeitet. So hat sich im Januar 2013 ein engagierter Projektentwickler mit langjährigen Erfahrungen in den Bereichen Tourismus, Gesundheit und Wellness dazu entschlossen, die endgültige Konzeption und ihre Realisierung zu leiten und das Begonnene zum Erfolg zu führen.